Laufen, Springen oder Abbremsen belastet den Fuß anders als Gehen: der Bodenkontakt ist kürzer, die Kraft größer und sie wiederholt sich tausendfach in einer einzigen Einheit. Deshalb gibt es Beschwerden, die nur beim Training auftreten und beim Aufhören sofort verschwinden — und deshalb kann ein Schuh, der im Alltag passt, für den Sport ungeeignet sein.
Sportpodologie ist keine andere Behandlung: es ist derselbe Fuß, betrachtet in seiner Bewegung. Wie er beim Laufen aufsetzt, welche Zone beim Richtungswechsel die Last aufnimmt, wie sich der vorhandene Schuh verhält und was sich in den letzten Wochen geändert hat. Die meisten belastungsbedingten Beschwerden treten nach einer Änderung auf — mehr Kilometer, ein anderer Untergrund, neue oder abgelaufene Schuhe —, und diese Änderung zu finden ist die halbe Arbeit.
Was beurteilt wird
- Der Fuß in Bewegung, nicht nur im Stand: beim Laufen setzt er anders auf.
- Die Zonen mit der größten Last und jene mit Reibung, Blase oder geschädigtem Nagel.
- Der Sportschuh: Leisten, Abnutzung und ob er zu Ihrem Fuß und Ihrer Sportart passt.
- Was sich im Training geändert hat, kurz bevor die Beschwerden auftraten.
- Entlastung, Silikonorthesen oder Einlagen, wenn die Last neu verteilt werden muss.
Stört Sie der Fuß beim Training und Sie wissen nicht, ob es die Bewegung, der Schuh oder die Belastung ist?
Termin anfragenHäufige Fragen
- Wann müssen Laufschuhe gewechselt werden?
- Nicht nach den Kilometern auf der Verpackung, sondern nach ihrem Zustand — und der ist zu sehen. Gewechselt wird, wenn die Zwischensohle nicht mehr zurückfedert — mit dem Daumen drücken und schauen, ob sie eingedrückt bleibt —, wenn die Ferse nach einer Seite weggekippt ist und der Schuh nicht mehr gerade auf dem Tisch steht, wenn das Sohlenprofil in der Abstoßzone glattgelaufen ist, oder wenn das Fersenfutter durchgewetzt ist und der Fuß innen rutscht. Bringen Sie das Paar mit, das Sie tatsächlich tragen: das Abnutzungsbild verrät, wie Sie belasten, und erklärt manchmal eine Beschwerde besser als jede Untersuchung.
- Kann ich meine Alltagseinlagen zum Laufen benutzen?
- Manchmal ja und manchmal nicht, und es hängt von zwei Dingen ab: vom Schuh und von der Bewegung. Ein Laufschuh hat ein anderes Innenvolumen und eine andere Originaleinlage als ein Straßenschuh, also ist zuerst zu prüfen, ob sie hineinpasst, ohne den Fuß anzuheben oder die Ferse locker zu lassen. Zweitens ist die Last, die beim Laufen durch den Fuß geht, größer und kommt in kürzerer Zeit an, sodass eine für das Gehen gedachte Entlastung beim Training zu wenig sein — oder zu deutlich spürbar werden — kann. Bringen Sie Schuhe und vorhandene Einlagen mit: mit beidem vor sich zeigt sich schnell, ob sie taugen, ob sie angepasst werden müssen oder ob für den Sport etwas anderes sinnvoll ist.